Seit dem Jahr 1980 steht die Würzburger Musikgruppe Taktwechsel für inspirierte und inspirierende Musik.
"Himmlisch - erdig - unüberhörbar"
klingen ihre Lebens- und Glaubenslieder, die eine Brücke bauen zwischen dem alltäglichen Kram und der Tiefendimension des Lebens. Interessant?
Schau dich in Ruhe um, komm zum Konzert oder lass von dir hören.

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Geschrieben von: h.s.   

»bleib unterwegs« - die Taktwechsel-Tour 2012
Bleib unterwegs - nicht nur am 1. Mai

Ein Morgen wie noch nie oder mindestens ein Bilderbuchmorgen war das heute. Schon ganz früh bin ich aufgestanden und aufgebrochen zu meiner Wanderung über mainfränkische Hügel und Weinberge. Sonnendurchflutete Morgenstille, herrliche Rundumblicke und ein Augenschmaus nach dem anderen. So viele Vogelgesänge und das Lied der Winde, nur einmal unterbrochen von lautstarker Rockmusik (da musste wohl jemand einfach mal die PA für den Maitanz austesten …). Ansonsten einfach Lustwandeln in Gottes schöner Welt und Lust, mich selbst wandeln zu lassen, nicht stehen zu bleiben, unterwegs zu bleiben.

Baumreihe am Horizont, im Vordergrund leuchtend gelber Raps

Alle möglichen Termine (die bereits vergebenen und die noch offenen) für die „Bleib unterwegs“ - Tour 2012/13 finden sich ab sofort im neuen Flyer hier oder im Download-Bereich dieser Webseite unter „Veranstalter-Newsletter“. Die bisherige Resonanz lässt jedenfalls hoffen, dass es eine Tour wird, die diesen Namen auch verdient. Taktwechsel freut sich über jede Einladung und Anfrage.

Für die Taktwechsler startet die „Bleib unterwegs“-Tour im Wonnemonat Mai mit einem ganz besonderen Konzert. Ein langjähriger Wegbegleiter der Band, P. Christoph Weberbauer, OSA, feiert seinen runden Geburtstag und zugleich einen wichtigen Wandlungspunkt in seinem Leben: Arbeit möge sich verwandeln in Ruhestand, ohne dass Mensch deswegen in Stillstand oder gar Stagnation verfällt. Dass letzteres bei Christoph eine eher unangebrachte Befürchtung ist, weiß ich allerdings aus eigener Anschauung. Echte Ruhe und Stille ist ein sehr kreativer Zustand, das durfte ich erst heute morgen wieder neu erfahren und genießen.

Pater Christoph beim Jubiläum von TaktwechselAm Sonntag, 20. Mai 2012 startet also um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Messelhausen (bei Lauda-Königshofen) das Geburtstagskonzert unter dem Motto „Dreiklang des Lebens“. Auch wenn Messelhausen bereits zur benachbarten Erzdiözese Freiburg gehört, war und ist der Wirkungskreis von P. Christoph vom „Jugendhaus am dicken Turm“ in Münnerstadt über die „Pfarrei St. Bruno“ im Würzburger Steinbachtal und nicht zuletzt im Augustinerkloster Messelhausen mit vielen Würzburger Diözesanen und vor allem vielen befreundeten lieben Menschen verknüpft. Wir Taktwechsler freuen uns auf ein fröhliches Wiedersehen!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Mai 2012 um 18:38 Uhr
 
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Geschrieben von: h.s.   

»bleib unterwegs« - die Taktwechsel-Tour 2012
Steh mit mir auf - geh mit mir los - bleib unterwegs

Es ist eine interessante Tatsache, dass es zwar eine ganze Reihe von Taktwechsel-Liedern gibt, die sich um das Weihnachtsfest drehen, dass mir aber auf Anhieb kein echtes Taktwechsel-Osterlied eingefallen ist.
Osterbild von Petra SimonDas mag damit zusammenhängen, dass die Taktwechsler/innen den Neue Tourdaten 2012/2013allzu selbstverständlichen „Jesus-liebt-dich-Songs“ und vorschnellen „Halleluja-Gesängen“ schon immer mit einer gewissen Skepsis begegnet sind. Dies wiederum mag damit zu tun haben, dass die frühkindliche Prägung einiger Musikusse u.a. durch etliche Ave-Maria und Gotteslob-“Lehrgesänge“ erfolgte, die letztlich für diese Skepsis mitverantwortlich sind.
Lieder wie »Wahrer Gott, wir glauben dir« oder »Das neue Morgenrot erglüht«, mit Textzeilen wie »du, der den Satan und Tod überwand, der im Triumph aus dem Grabe erstand (…) in deinem Blute gereinigt von Schuld, freu´n wir uns wieder der göttlichen Huld« und »Freude füllt das Erdenrund, die Hölle knirscht im tiefsten Grund« reiben sich nämlich derart heftig mit bestimmt nicht nur meinem Gottes-, Menschen- und Weltbild, dass sie mich erstmal sprachlos zurück lassen.

Ich finde Worte „zum Anlehnen“ für meinen Osterglauben eher in zeitgenössischen Liedern wie z.B. »Das könnte den Herren der Welt ja so passen« von Kurt Marti und Peter Janssens. Leider selbstredend, wenn eine Textzeile wie »der Befreier vom Tod (...) ruft uns jetzt alle zur Auferstehung auf Erden, zum Aufstand gegen die Herren, die mit dem Tod uns regieren.« nicht das Kriterium „Gotteslob-fähig“ erfüllt hat und zaghafte Versuche, den Song in diözesanen Anhängen zu etablieren, mit der nächsten Auflage prompt wieder rückgängig gemacht wurden.

MagnolienbluetenIch finde mich und meine Erfahrung wieder in Gedanken, wie sie Ina Prätorius in ihrer Auslegung des Glaubensbekenntnisses zu Papier bringt: »Ich beginne gemächlich, indem ich den Ostereiern auf den Spazierwegen meiner Kindheit Ehre erweise und die Erinnerung an sie nicht länger aus den Gottesdiensten verbanne, die staunend das Wunder der Auferstehung Christi besingen. Meine Freundin, die sich für Astrologie und esoterische Lehren begeistert, will ich nicht mehr belächeln, sondern befragen. Und dem Pfarrer, der mich tadelt, weil ich am Sonntagmorgen im Wald spazieren gegangen bin, werde ich sagen, dass ich vorhabe, abends am Taizégebet im Nachbardorf teilzunehmen.
Am leeren Grab könnten sich Leute, die den Protest gegen Gewalt und Unterdrückung nicht sterben lassen, mit denen treffen, die im frühlingshaften Erwachen der Natur ein Zeichen dafür sehen, dass das Leben stärker ist als der Tod. Wir müssen einander nicht angstvoll misstrauen, sondern können gemeinsam vertrauen
.« (Ina Prätorius, Ich glaube an Gott und so weiter …, Gütersloh 2011, S. 116f.)

Ob sich diese Lesarten von Auferstehung, Aufstehen und Aufstand zu einem Taktwechsel-Lied „verdichten“ werden?

Wie mühselig und keineswegs selbstverständlich Aufstehen sein kann, dass habe ich dieser Tage von Jakob, dem kleinen Sohn von Tabea und Stefan, anschaulich demonstriert bekommen. Da braucht es Vertrauen in die eigene Standfestigkeit und Vertrauen in die Hand, die sich stützend entgegenstreckt. Ein wunderbar verheißungsvolles Geschehen!

Gehhilfen im EinsatzMeine Frau und ich machen gerade - nach ihrer kürzlich erfolgten Hüftoperation - in der Rehabilitationszeit ganz ähnliche Aufsteh- und Fortschritts-Erfahrungen. Es braucht Gehhilfen und zuversichtliches Vertrauen und zugleich erhält die Rede von „ich geh am Stock“ eine ganz neue und interessante Färbung... .

Taktwechsel wünscht allen mit unserer Musik Verbündeten ein gesegnetes Osterfest!
Wir wünschen uns und euch den Mut zum „Aufstand für das Leben“, den wachen Blick für „stützende Hände“ und die Zuversicht, dass der Gott unseres Lebens unsere Aufsteh-Versuche nicht ins Leere laufen lässt.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. April 2012 um 12:35 Uhr
 

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