Von 1980 - Dezember 2013 hat die Würzburger Musikgruppe Taktwechsel inspirierte und inspirierende Musik gespielt.
"Himmlisch - erdig - unüberhörbar"
klingen ihre Lebens- und Glaubenslieder, die eine Brücke bauen zwischen dem alltäglichen Kram und der Tiefendimension des Lebens.
Hier erfährst du mehr über die Geschichte dieser Band. Willkommen!

Du bist gerade auf: auftakt taktbuch
taktbuch - notizen aus der werkstatt des lebens
PDF Drucken E-Mail

02-02-2013
Zwischen Strullendorf und Fiebertraum - Schiggdischiggdi und Heharun

Wenn Hermann, weil grippal infiziert, viel Zeit im Bett verbringen muss, um vom Fieber des Lebens zu genesen, eröffnen sich ungeahnte Welten, bleibt manchmal die Uhr stehen und ganz allmählich fügt sich so viel Erlebtes zu einem Lebenskunstwerk neu zusammen. Aber langsam und von vorne!
Wolfgang Buck beim Live-KonzertAm 12. Januar waren 4 Taktwechselmusikusse beim CD-Präsentationskonzert der Wolfgang Buck Band in der Hauptmoorshalle in Strullendorf (2 weitere am Abend zuvor in der Kulturfabrik in Roth) und haben den Abend sehr genossen. Der Kampf des Mischers mit der "Halle" und die Temperierung kamen uns "kalten Kirchen"-Erprobten durchaus bekannt vor, daher erst recht ein dickes Kompliment an Wolfgang und seine Mannen (unbedingt hingehen, mindestens die CD kaufen! > www.wolfgang-buck.de) und ihre erwärmende und ermutigende Musik. "Genau underm Himml" - das tut wirklich gut!
"Schiggdischiggdi" hatte es uns besonders angetan, weil wir spontan alle vier an den gleichen Menschen gedacht hatten .... - wir haben aber auch bei "aans nachn annern" im Blick auf uns selbst genauer hingehört.
Wolfgang ist einer der wenigen Musiker, der seine burn-out-Erfahrungen nicht versteckt, sondern sie stattdessen in etlichen Liedern benennt, bearbeitet und besingt. Das verdient Applaus und Dank, weil Leidenschaft nicht nur in guten Tagen zählt. Ein gemeinsames Konzert von Taktwechsel und der Wolfgang Buck Band gab es allerdings bisher nur in einem meiner Fieberträume - es wäre für mich ein geniales "joint venture" von Liedern aus der Werkstatt des Lebens.

"Heharun" ist kein weiteres "Produkt" aus meinen Fieberträumen, sondern ein spannender Track aus dem neuesten Album der Schweizer Liedermacherin Sophie Hunger (Webseite). Es ist nicht ganz einfach, den Windungen ihrer Texte in Englisch, Französisch, Deutsch und Schwyzerdütsch zu folgen, aber immer lohnenswert.
Die Musik unterstützt in fabelhafter Manier die Erzählungen der Sängerin und sprüht nur so von Ideen. Es sind dieses Mal erstaunlich viele Fragen, die Sophie Hunger ihren Hörer/inne/n stellt und wie der Titel des Albums "The Danger Of LIght" schon andeutet, sind es keine einfach gestrickten. In Heharun muss Sheila sich entscheiden zwischen Selbstwerdung und traditional institutionalisierter Unterwerfung - gleich danach folgt im nächsten Song "Z´Lied vor Freiheitsstatue" und darauf "Holy Hells", das übrigens bis auf die Schlusszeilen komplett aus Fragen besteht. Mein Tipp: unbedingt mal reinhören - für mich war die Musik sehr gesundheitsfördernd. Sonst hätte ich das hier heute auch nicht aufgeschrieben :-)
Hermann

 

27-11-2012
Treffpunkte für "Heilige" - hier und da

Fast immer bietet das ganz normale Leben die besten Motive - nicht nur für Fotografen! Eingangstür Gasthaus zur Gemütlichkeit mit Heiligenfiguren in der ApsisVergangenen Samstag war Taktwechsel unterwegs im Würzburger Stadtteil Grombühl. Die riesige Pfarrkirche war nicht wirklich gefüllt beim Gottesdienst der Firmbewerber, aber die anwesenden "Heiligen" der Gemeinde St. Josef waren gut dabei. Sowohl im Gottesdienst als auch beim anschließenden musikalischen "Dessert" mit der Musik von Taktwechsel.

Gut dabei waren aber auch die Taktwechsler selbst. Dank eines "Geheimtipps" waren wir nach dem Gig nämlich noch in der "Eck-Kneipe" zu Gast, deren Eingangsbereich auf dem nebenstehenden Foto abgelichtet ist. Spätestens als wir die "heilige Familie" über der Eingangstür entdeckt hatten, wußten wir, dass wir hier richtig sind. Und richtig: kaum hatten wir die gastliche Stätte betreten, machten auch schon einige Stammgäste einen spontanen Platzwechsel an die Theke und so konnten wir schnell "Herberge" finden und ein kühles Bier genießen. Der "Herbergsvater" ist ausnehmend freundlich und aufmerksam, das Ambiente mehr als sehenswert und die ganze Rede vom Wirtshaus als "verlängertem Wohnzimmer" hat hier endlich eine reale Entsprechung.

Das Fazit: Heilige gibt es in der Kirche und in der Kneipe, Taktwechsel trifft man hier und da!
Text: Hermann; Foto: Georg

04-11-2012
50 Sternschnuppen pro Stunde, die Reise nach Jerusalem
und "Knockin´ On Heaven´s Door"

Die Service-Seite der Frankfurter Rundschau hat mir schon des öfteren interessante Hinweise beschert. Dort war zum Beispiel in Erfahrung zu bringen, dass am 17. November gegen drei Uhr Morgens rund 50 Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten sind. Eine echte Sternstunde also für Nachtwandler, Schlaflose, Träumer und Beter. Ja, Beter! Die große evangelische Theologin Dorothee Sölle hat die Kunst des Betens für mich trefflich auf den Punkt gebracht: "Beten heißt Wünschen lernen!" Wäre das dann nicht ein prima Trainungsprogramm? Man setze sich doch einfach mal unter einen Sternenhimmel ...
Kuppel der Pfarrkirche WonfurtInteressant ist, dass Taktwechsel genau in diesen Tagen für das Adventsprogramm probt - jede Menge "Sterngefunkel" bei den Liedern und gute Aussichten auf zwei Adventskonzerte in Würzburg und Alzenau.

Jerusalem, "die ewige Stadt" ist ein faszinierender Anziehungspunkt für Menschen aus aller Herren Länder. Spannend finde ich, dass in den letzten Jahren etliche Freundinnen, Freunde und Bekannte sich dorthin auf den Weg gemacht haben - und zwar zu Fuß. Kollege Wolfgang Zecher und seine Frau Brigitte haben ihre berufliche Sabbat-Zeit u.a. dafür genutzt, Felix Bernhard, Motivationstrainer, Rollstuhlfahrer und Jakobsweg-Erfahrener im wörtlichen Sinn ist gerade dorthin unterwegs - vor gerade mal einem Jahr haben wir Taktwechsler mit ihm eine Konzertlesung in St. Hedwig veranstaltet.
Ich erinnere mich, dass ich zu diesem Zeitpunkt auch viel für eine Freundin gebetet habe, die damals - ebenfalls zu Fuß auf dem Weg nach Jerusalem - mit drei GefährtInnen durch Syrien unterwegs war. Es gab aus Sicherheitsgründen keinerlei Nachrichten und Kontaktmöglichkeiten bis zum Grenzübertritt nach Jordanien. Leider hat sich die Situation in Syrien bis heute permanent verschlechtert. Beredtes Zeugnis von der bedrückenden Stimmung in Syrien damals (und sicher hauch heute) geben einige Gedichte, die Hildegard Aepli jetzt in ihrem Buch "Zu Fuß bis Jerusalem, Pilgergedichte" beim Echter-Verlag veröffentlicht hat. Vor zwei Wochen bekamen Petra und ich das Buch mit einer sehr schönen Widmung von Hildegard geschickt, die auch gut zur aktuellen Taktwechsel-Tour passt: "seit langem | gemeinsam | unterwegs".
"Wir nehmen den Landweg | aber es ist ein Gang | über das Wasser" - eines der Pilgergedicht aus dem Buch, das stellvertretend für die Prägnanz stehen mag, mit der Hildegard die Leser/innen mit auf diese Reise nimmt.

Und zum "musikalischen" Schluss noch ein Aha-Erlebnis dieser Tage!
"It´s getting dark, to dark to see, feel like I´m knocking on heaven´s door", eine Textzeile aus dem bekannten Dylan-Song, die ich selbst ungezählte Male gesungen habe und die mir immer eine Art "heiligen Schauer" über den Rücken gejagt hat, wenn ich die zugehörige Szene aus "Pat Garrett jagt Billy the Kid" vor Augen hatte: der sterbende Sheriff, in dessen Augen sich (für mich) die ganze Tragik eines plötzlichen Todes widerspiegelte. Gestern dann die "Entzauberung"! Da lese ich in der FR ein Interview mit Kris Kristofferson, der damals u.a. mit Bob Dylan und (für mich viel wichtiger) Rita Coolidge in diesem Streifen mitspielte und der für mich auch musikalisch immer eine "Ikone" meiner Jugendzeit war. Dylan wurde zu dem Text durch eine sehr banale Situation inspiriert. Als er nämlich eines Abends mit Kristofferson und Sam Peckinpah, dem Regisseur des Films, sich die Aufnahmen vom Vortag ansah, wurde deutlich, dass etwas mit der Belichtung nicht geklappt hatte und die Szene immer dunkler und dunkler wurde. Der Regisseur, ziemlich betrunken, soll dann vor Wut auf den Bildschirm uriniert haben, was wiederum Dylan vor allem deshalb mächtig verstörte, weil dies die ersten Aufnahmen waren, in denen er zu sehen war ...

Die Stars und "Sternchen" dieser Welt und der harte Boden der Wirklichkeit - das ist eine ganz eigene Geschichte vom "Sternengefunkel".
Hermann

 

07-10-2012
Die Nacht der offenen Kirchen - der "Widerspenstigen Zähmung" und ein erfreuliches Postskriptum

Band line-up TaktwechselSchon wieder fast eine knappe Woche her ist das Taktwechsel-Konzert in Stift Haug. Es war ein wunderbarer Abend und sowohl der Jugendchor St. Lioba als auch unser Konzert traf auf ein sehr zahlreiches und begeistertes Publikum. Eines der zahlreichen positiven feedbacks kam als PS per E-Mail an Klaus Simon: P.S.: Ich möchte mich noch für Ihr wunderbares Konzert mit 'Taktwechsel' vorgestern in Stift Haug anläßlich der 'Nacht der offenen Kirchen' bedanken. Es hat meine Frau und mich sehr beeindruckt."

Hinter diesem "Eindruck" lag bereits Stunden zuvor ein zähes Ringen mit den akustischen Gegebenheiten einer Kirche, deren bauliche Gegebenheiten alles Mögliche, aber ganz bestimmt nicht rhythmische Musik im Blick hatten. Die "Abfolge": 14.30 Uhr Laden der Anlage; 15:15 Uhr Ausladen und Aufbau von Anlage und Instrumenten; 17:00 Uhr: Probe des Jugendchors - da gab es für Josef Wilhelm und Otto Jockel am Mischpult der Taktwechsel-Anlage im wahrsten Sinn des Wortes "alle Hände voll" zu tun, um Text und Gesang des Musicals "Verschleppt nach Babylon" in diesen "Hallen" noch verständlich zu machen. Eine wirklich reife Leistung der jungen Sängerinnen unter der Leitung von Beate Wagner konnte so "anikommen". 18.15 Uhr Ende der Probe und kurzer Check für Taktwechsel-Instrumente; 19:00 Uhr Aufführung des Musicals; 20:15 Uhr kurzer Soundcheck für Taktwechsel; 21:00 Uhr Konzert "Bleib unterwegs"; 22:30 Uhr Konzert-Ende und Gespräche mit den ZuhörerInnen, Abbau und Bus laden, Rückfahrt zum Bandkeller - wieder ausladen und dann, kurz nach Mitternacht das Ende eines langen Tages. Für Christian, Andi, Claus und Claudia folgt dann aber noch die Heimfahrt nach Bamberch, Allzunah und Grafedorf. Es steckt wirklich viel Arbeit hinter einem erfreulichen Konzert und der "Widerspenstigen Zähmung". Auch das soll an dieser Stelle mal angemerkt werden.

22-08-2012
Pussy Riot, Rio Reiser, die "Irische Messe" und "50 Dead Men Walking"

Ja, ich muss selber etwas schmunzeln, wenn ich daran denke, wie es zu dieser Überschrift gekommen ist. Aber es gibt – meine ich – genug gute Gründe, das ruhig mal hier im Taktbuch zu veröffentlichen. Schließlich geht es darin um „bewegende“ Erfahrungen der Musikusse und kleine Einblicke in die Tagesaktualitäten der Taktwechsler/innen.
Ich genieße in diesen Tagen die Urlaubsvariante „Daheim“: Mein vertrautes Bett, eine Wohnung voller (unentdeckter bzw. untergegangener) „Schätze“, einen schattigen Garten, keine Termine, dafür endlich Zeit zum Zeitung lesen, Musik hören und spielen, ein bisschen vor sich hin „wurschteln“, wirklich „carpe diem“ leben und einen echten Sommer!

Die Zeitungen berichten eifrig über den Prozess und das Urteil in Sachen Pussy Riot und ihrem Punk-Fürbitt-Gebet in der Moskauer Kathedrale der russisch-orthodoxen Kirche. Äußerst gemischte Gefühle und ein sehr ernst gemeintes „kyrie eleison“ wachsen da in mir. Zwei Jahre Straflager wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und Verletzung religiöser Gefühle angesichts real 30 Sekunden provokativen Protests gegen die politische Führung? Ein Fragezeichen setze ich auch hinter das internationale Echo auf das Urteil in Politik und Publizistik und frage mich, ob es die üblichen Aufregungszyklen überdauern wird? Um welche „Werte“ geht es eigentlich, wenn russische Kirchenobere den Auftritt von Pussy Riot mit „schlimmer als Mord“ bewerten?
Wie und auf welche Weise „provokativ“ ist denn ein Taktwechsel-Konzert? Sicher kein „Punk“ und keine kalkulierten „Verletzungen“, aber auch keine „Weichspülerei“, unlautere „Harmonie“ oder traditional „kirchisch“ geglättete Texte. Unsere Lieder erzählen von der Suchbewegung zwischen Mystik und Politik, Glaube und Leben, „Kampf und Kontemplation“ (Roger Schutz) und sie sind getragen von aktuellen Sounds und Rhythmen. „Gib unserem Suchen, das nicht findet, Richtung in Dir“, so heißt es im „Kyrie – Weg, Wahrheit, Leben“-Lied, das übrigens aus der Jesus-Gebet-Tradition schöpft, die gerade auch im russischen Raum starke Wurzeln hat.

Das „Rio Reiser Liederbuch“ hatte mir meine Frau im vergangenen Jahr zu meinem Geburtstag geschenkt. Jetzt im Urlaub habe ich diesen „Schatz“ wiederentdeckt und endlich die Zeit gefunden, mir einige der Lieder „drauf zu schaffen“. „Übers Meer“ zum Beispiel und vor allem „Der Junge am Fluss“. Ich mag Rios direkte und ungekünstelte Sprache sehr und wünschte mir solche Texte auch für das sog. neue geistliche Lied. „Wovon träumst du, wenn du träumst?“, fragt Rio in einem seiner Lieder.
Nicht nur aufgrund seiner „Ton, Steine, Scherben – Zeit“ bin ich mir sicher, dass Rio Reiser die Ereignisse um Pussy Riot nicht unkommentiert gelassen hätte. Zu denken gibt mir - auch im Blick auf die „Message“ von Taktwechsel - , dass er seinen kommerziellen Erfolg nicht seinen politischen Liedern und persönlichen Balladen (vielleicht mit Ausnahme von „Ich sing für dich“ oder „Junimond“) verdankt, sondern eher den Hitparaden gerechten Songs wie „König von Deutschland“ oder „Manager“. Die Frage, was „die Leute“ eigentlich hören und erleben wollen (also der sog. „Mainstream“), ist immer die Kehrseite der „Botschaft“ bzw. des Anspruchs, mit dem Künstler ihre Werke in einer öffentlichen Aufführung präsentieren. Es ist nicht einfach, dabei authentisch zu bleiben.

Mein Bruder Klaus hat mir neulich die CD und die Notenausgabe der „irischen Messe“ zur Begutachtung überlassen. Das geschah vor allem auf dem Hintergrund seines Wissens um meine Liebe zu Irland, keltischer Musik und Spiritualität, aber auch mit der Frage, ob wir nicht eine Aufführung dieses Werks von Liam Lawton und Alexander Bayer im Würzburger Raum mit unterstützen könnten. Unter http://www.entzuecklika.de/veroeffentlichungen_CD.asp?id=19 und unter http://www.musica-e-vita.de/index/meldung/id/263/ gibt es zu diesem Werk ausführliche Informationen und eine Rezension.

Wer jemals Irland und in Irland eine ganz normale irische Messe besucht hat, der weiß, dass dort Gesang, Texte, Melodien und Rhythmen nur ganz wenig mit dem zu tun haben, was „Mensch“ als irische Musik zu kennen meint. Eine interessante „Kluft“, die sich aus meiner Sicht nochmals verschärft, wenn man die Rolle von Politik, Kirche und Religion auch auf dem Hintergrund der sog. „Troubles“ im Norden des Landes in den Blick nimmt. Quasi mitten in der Nacht gab es vor wenigen Tagen im bundesdeutschen Fernsehen den Film „Fifty Dead Men Walking“ zu sehen, der u.a. auf den als Buch veröffentlichten Erinnerungen des ehemaligen IRA-Mitglieds Martin McGartland fußt. Mein Vorhaben, in den Pfingstferien 2013 mit einer Gruppe interessierter Menschen in Belfast die Begegnung mit ökumenischen Friedensinitiativen und mit in Sozialarbeit und Politik engagierten Personen zu suchen, wurde gründlich hinterfragt und doch bestärkt zugleich.
Das zarte Pflänzchen gemeinsamer Friedensbemühungen der ehemals verfeindeten Gruppen kann – das ist meine Überzeugung - nur gedeihen, wenn sich echte Lebenschancen für alle zeigen und als gemeinsames Ziel vereinbart werden. So wenig militärische Intervention dauerhaft „Frieden“ herstellen und sichern konnte und kann, so sehr braucht es die Kraft gelebter Beziehungen, echter Solidarität und Spiritualität um im Spannungsfeld von Mystik und Politik den eigenen Weg zu finden und mit Überzeugung zu gehen.
Wer sich übrigens für die geplante Pilgerreise mit stillen Tagen im irischen Norden interessiert findet hier auf der Webseite des Referats Geistliches Leben weitere Informationen.

So, jetzt ist für einen Urlaubstag genug geschrieben, es wird Zeit für ein Lied …
Hermann

 

07-07-2012
Sei kein Frosch! "Bleib katholisch - dann hast du immer was zu lachen!"

Kleiner Frosch im Taktwechsel-Bandkeller gefundenKeine Ahnung, wie er wohl herein gekommen ist, aber plötzlich hüpft er mitten durch unseren Bandkeller und hat schnurstracks alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Claudia hat das verängstigte Fröschlein eingefangen und nach einer kleinen "Foto-Session" an einen sicheren Ort in die freie "Wildbahn" gebracht. Noch hat niemand von den Taktwechslern einen "Frog-Rock" komponiert, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

An dieser Stelle dann doch noch eine Anmerkung zur Jubiläumsfeier 25 Jahre Kirchenkabarett "Cherubim". Auch wenn Taktwechsel dort quasi "nur zur Unterhaltung" für die geladenen Gäste aufgespielt hat, war es ein großes Vergnügen! Vergnüglich zu sehen, wie die Füße und Hände in rhythmische Bewegungen gerieten, viele aufmunternde und zustimmende Blicke die Musikusse erreichten und wie die Musik - dieses Mal ganz ohne Textbuch - ihren Weg in die Herzen fand.
Vergnüglich zu sehen, was die Cheruben aus den Einsendungen der Ideen für neue Kabarettnummern ausgewählt und auf die Bühne gebracht haben. Nicht nur die Siegernummern brachten bemerkenswerte Alltagsszenerien aus dem katholischen Milieu auf den Punkt - mit Humor betrachtet und aus Zuschauerposition immer für ein herzhaftes Lachen gut. So war der langanhaltende Schlussapplaus ebenso berechtigt wie der Wunsch des Engel-Cherubims: "bleiben Sie katholisch, dann haben Sie immer was zum Lachen!" (> Kabarett Cherubim)
Hermann

 

03-06-2012
Das Leben tanzen 50 - noch eine wichtige "Weggefährtin"

Der Regen draußen hat uns heute schon den ganzen Tag begleitet, seit wir uns am Morgen aus München wieder in Richtung Würzburg auf den Weg gemacht haben. Aber was gut für das Wachstum der Natur ist, muss Mensch ja nicht unbedingt auf das Gemüt schlagen. Zeit, die Erfahrungen einer wunderbaren Begegnung mit einer langjährigen Freundin und Weggefährtin von Taktwechsel aufzuschreiben, die ja ein echtes "Münchner Kindl" ist. Immerhin ein gutes Drittel der Taktwechselcrew war dort in München zur Geburtstagfeier von Gertrud Prem angereist und so war es auch ein echtes Wiedersehen mit den "Anfängen" von Taktwechsel, als wir gestern abend vor der Kirche St. Ursula auf das Wohl von Gertrud anstoßen konnten.
Genau: 1984, Katholikentag in München, Taktwechsel gestaltet musikalisch einen "Workshop liturgischer Tanz" in St. Ursula. Damals gab es Taktwechsel gerade mal 4 Jahre und Gertrud Weidinger, von der die Workshop-Initiative ausgegangen war, machte uns mit Gertrud Prem bekannt. Der Rest ist "Taktwechsel-Geschichte" und - für damalige Zeiten durchaus angemessen - kann sich auf 4 Musik-Kassetten (!) unter dem Motto "Das Leben tanzen 1 - 4" noch immer hören und vor allem tanzen lassen. Ja, es gibt noch exklusive, sorgfältig original-verpackte Restexemplare dieser Reihe, inklusive der zugehörigen Tanz-Hefte mit Anleitungen zu den Tänzen, die allesamt Gertrud Prem kreiert und beschrieben hat. Interessiert? Dann bitte hier bestellen!

Ob es allerdings die von der Birthday-Zählung her noch "fehlenden" 46 Ausgaben der Reihe "Das Leben tanzen" jemals geben wird, war bei der Geburtstagsfeier gestern kein Thema. Die Dankbarkeit für das, was in all den Lebensjahren gewachsen ist und möglich war, schon eher. Da saßen keine "Facebook-Freunde" zusammen, sondern Menschen, die über so viele Jahre hinweg Beziehungen aufgebaut und gelebt haben, Beziehungen, die ihre Lebendigkeit nicht von der Anzahl der "Clicks" abhängig machen, sondern von der Intensität des Miteinanders - eben: "das Leben tanzen". Das war beim Musizieren von "Ursoaica", Gertruds langjähriger Tanz- & Folkband, spürbar und bei den vielfältigen musikalischen Darbietungen, die den Abend zu einem unvergänglichen Erlebnis machten. So gut wie alle Gäste gaben irgendwann im Lauf des Abends ein Musikstück zum Besten. Natürlich war auch Taktwechsel dabei und sang - mit Klaus an der Kirchenorgel(!) - den musikalischen "hier-und-da" Segen für Gertrud:
»Hier und da kommt er dir nah, kommt dir entgegen - unverhofft, ungeahnt: Gottes Segen!«
Hermann

 

12-05-2012
Abbey Road - oder was ist hier los?

"Abbey Road - oder was ist hier los?", war tatsächlich die Frage eines der zahllosen Autofahrer am Fußgängerüberweg der Berner Straße, der dort infolge unseres Fotoshootings für die Taktwechsel-Tour 2012/13 anhalten musste. Es war eine durchaus lustige Angelegenheit, das Thema "bleib unterwegs" ins Bild zu setzen und dazu gleich 9 Musikusse unter den berühmten "Hut" zu bringen.
Anna, unsere profilierte Fotografin, behielt jedenfalls die Nerven und lotste die Taktwechsler/innen ("1, 2, 3, los ...!") immer wieder von neuem auf die "Klaviatur" (manche nennen das auch "Zebra-Streifen") des besagten Fußgängerüberwegs.
In der Tat hatte "Abbey-Road", das berühmte Cover der gleichnamigen Beatles-LP uns bei der Suche nach einer geeigneten Location inspiriert. Aber einfach "Nachstellen" war natürlich nicht angesagt. So blieb auch der Insider-Tipp des besagten Autofahrers "dann muss aber einer von euch auch noch die Schuhe ausziehen" unerhört, und wir haben mit viel Spaß unser eigenes "Ding" gedreht.

Nur ein paar Meter weiter gab es dann neuen Grund zur Heiterkeit und "Taktwechsel goes Straßenbahn" wäre ja vielleicht gar keine so schlechte Konzert-Idee. Mal sehen, ob wir mit den fertigen Bildern bei den Verantwortlichen der WVV auf offene Augen und Ohren stoßen. Jedenfalls gab ein äußerst freundlicher Straßenbahnfahrer uns grünes Licht für etliche "in-and-out" Fotos und amüsierte sich selbst köstlich dabei. Was Wunder, wenn Miniatur-Klaviere, Chaplin-Stöcke, Rasseln und diverse Taschen sich ein munteres Stelldichein als Accessoires geben und neun Menschen zeitgleich versuchen, gute "Miene" zum freundlichen "Spiel" zu machen. Schaut euch doch mal die berühmten Fest- und Familienfotos an - eine/r guckt immer "anders".
Die Ergebnisse der munteren Session könnt ihr jedenfalls demnächst auf dieser Webseite "bestaunen" und die Presse-Bilder gibt es dann im Download-Bereich zu sehen. Noch besser ist es natürlich, Taktwechsel "live" zu erleben.

Immerhin gut zwei Stunden haben wir nach der intensiven Fotografierei noch miteinander geprobt und Musik gemacht für das erste "Bleib-unterwegs-Konzert" am kommenden Sonntag, 20. Mai 2012 um 19:00 Uhr in Messelhausen. Wir sehen uns!
Hermann

 

05-02-2012
Einfach singen

Taktwechsel in St. Hedwig - Frauenpowergesang"Die meisten Menschen mißtrauen dem Einfachen. Sie können sich nicht vorstellen, wie daraus eine besondere Erfahrung wachsen soll".
Ich kann mich noch sehr gut an diese Bemerkung von P. Peter Köster, SJ erinnern und sie fiel anlässlich seiner Einführung in eine Woche über das sog. Jesus-Gebet, auch "Herzensgebet" genannt. Damals ahnte ich nicht, dass aus dieser Woche ein Lied entstehen würde, das wir Taktwechsler inzwischen bei vielen Konzerten und Gottesdiensten gespielt haben: Kyrie - Weg, Wahrheit, Leben.

Hubert von Goisern hat für seine neue Produktion "entwederundoder" die Rückkehr zur "Einfachheit" und zu seinen "Wurzeln" proklamiert. Als ich neulich nachts eher zufällig am Fernseher in die Aufzeichnung seines Livekonzerts gezappt bin, war ich so begeistert von der Band [eigentlich ein "Standard-Trio", d.h. Schlagzeug, Bass, Gitarre (und die wird echt "rattenscharf" gespielt!), dazu Hubert an Akkordeon & more] und ihrem Groove, dass ich mir umgehend die zugehörige CD besorgt habe. Die Begeisterung hält an!
Dann - vor zwei Wochen - am frühen Morgen unterwegs auf der Autobahn in Richtung Rhön, der aufgehenden Sonne (ja, sie war tatsächlich da!) entgegen und Hubert singt: "is nit lang her, tief in der Nacht. All´s um mi herum war stad und still. Da hör i auf oanmal, dass wer singt und i moan, i kenn die Melodie. | Is des a Walzer, is er gar aus Wean (...) Is des in mir oder könnan des alle hör´n | oder kummt´s gar von an andern Stern?" Einfach ein Glücksmoment - jemand singt und die Melodie wird zum Begleiter durch den Tag.

Alice Ahlers hat kürzlich in der Frankfurter Rundschau zu meiner großen Freude diesen Zusammenhang von einfach singen und Glück empfinden sozusagen "wissenschaftlich" untermauert. Sie zitiert den Arztreport 2012 der Barmer-Krankenkasse, der jedem dritten Kind im Vorschulalter eine Sprachentwicklungsstörung attestiert. Dass sich dieses Problem auf ganz einfache Weise lösen ließe, fanden wiederum Soziologen der Universität Bielefeld heraus. Sie testeten 500 Vorschulkinder auf ihre Schultauglichkeit und fanden heraus, dass diejenigen, die zuhause oder im Kindergarten regelmäßig sangen, zu 89 Prozent schultauglich waren, während Kinder, die wenig oder gar nicht sangen, nur zu 44 Prozent den Test bestanden. Vor allem in der Entwicklung der Sprache zeigte sich dabei der Vorsprung der singenden Kinder.

"Die meisten Menschen mißtrauen dem Einfachen" - wer vertraut, der besuche einfach ein Taktwechselkonzert und singe kräftig mit!
Hermann

31-10-2011
Als wir jüngst in Regensburg waren ... Janis Joplin meets Regensburger Domspatzen

Kunst am SchaufensterAls wir jüngst in Regensburg waren ... sind wir zwar nicht über die Donau gefahren, aber haben allerhand erlebt. "Kreativität braucht Rekreation", so begann der letzte Eintrag hier im Taktbuch und der ist schon knapp ein halbes Jahr "alt". Dazwischen lagen die großen Sommerferien und dann der Beginn von Schule und einer Unzahl von Kursen, Fortbildungsmaßnahmen und Besinnungstagen, die alljährlich das letzte Viertel des laufenden Jahres kennzeichnen. Eigentlich weiß ich das ja und dennoch kommt die große Terminflut dann mit ungeahnter Wucht. Jetzt mal wieder ein "Lebenszeichen" an dieser Stelle.

Taktwechsel-Termine stehen ja meist schon lange vorher fest. Der in Regensburg war lange geplant und mit ihm verbunden war ein Besinnungstag für hauptamtliche Mitarbeiter/innen im pastoralen Dienst der Diözese Regensburg. Mein Kollege Bernhard Götz hatte ihn vorbildlich organisiert, unterstützt von Wolfgang Kaiser, dem Pastoralreferenten der Pfarrei Herz Jesu, bei der wir zu Gast sein durften. Der Besinnungstag stand unter dem Motto "Singst du in mir - bin ich dein Lied".
der chor regensburg gestatlet den gottesdienstIch war schon sehr gespannt, ob es mir gelingen würde, mit selbstgeschriebenen Songs und Taktwechsel-Liedern einen richtigen Besinnungstag zu gestalten. Aber bereits die erste Runde, bei der die Teilnehmer/innen einander von ihrem persönlichen "soundtrack of my life" erzählten, wandelte die Anspannung in eine positiv energiegeladene Atmosphäre. Die war von der ersten bis zur letzten Minute spürbar. Insgesamt gut 8 Stunden haben wir Lieder gesungen, uns über die Texte und die Musik ausgetauscht, haben zusammen gebetet und gegessen, in der Bibel gelesen und mit Jesus diskutiert, wir hatten viel Spaß und es gab auch stille und persönliche Zeiten. Mit der Gestaltung der Vorabendmesse und dem "Lied zur Nacht" als Abschluss des Taktwechsel-Konzerts am Abend ging die "Ernte" dieses Tages dann sogar in die "breite Öffentlichkeit".

Ingrid, Bernhard und Wolfgang im GesprächDie "Regensburger Lebensart" - "art" steht ja in der englischen Sprache für "Kunst" und somit wäre die Tiefendimension dieses Begriffs erschlossen - hat echte Rekreation und Kreativität zugleich ermöglicht. So viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft zu erfahren, ist einfach ein Genuss. Selbst die Polizeikontrolle bei der Rückfahrt nach Würzburg konnte dem nichts anhaben. Zuhause angekommen hatte "die Liebste" schon Kaffee und Kuchen auf dem Tisch ... die Anlage "with a little help from David & Julian" schnell im Keller verräumt ... doch, Regensburg war die Reise allemal wert.

Ein Extra-Dankeschön geht von mir an dieser Stelle - und bewusst "öffentlich" - an Elfriede und Bernhard Götz, die mich so aufmerksam und freundlich an diesem Wochenende in den Kreis der Familie aufgenommen haben. Auf Wiedersehen in Würzburg!
Hermann

05-06-2011
Musikus und Musenkuss

"Kreativität braucht Rekreation", diesen überaus bedenkenswerten Satz habe ich vor einiger Zeit in dem Buch "stay wild - statt burn out" gelesen. Nach drei Wochenenden "am Stück" mit dienstlichen und/oder privaten Veranstaltungen ist heute der Sonntag "ohne Verpflichtungen". Die musikalische Spur zieht sich von einer Rock-Night mit "opusculum", besinnlich-bestärkenden geistlichen Liedern mit dem Vorstand der Nagelkreuz-Initiative über ein Spontanständchen mit einem angetrunkenen Kneipenwirt beim Klassentreffen der ehemaligen Grundschüler bis zum intensiven Probenwochenende mit Taktwechsel.
Freisitz im GartenJa, und dann drückt mir noch vor ein paar Tagen ein befreundeter Buchhändler eine CD mit den Worten in die Hand "hör da mal rein und gib mir eine Rückmeldung".
"Ruhe finden in Gottes Gegenwart" lautet sinnigerweise der Untertitel der CD und es ist wunderbare Musik, gut produziert, exzellente Musiker, viele irische Anklänge, ein bißchen Enya oder Eden´s Bridge, wirklich alles sehr schön!
Allein die versprochene Ruhe will sich nicht so recht einstellen, weil eben Musik doch immer auch ein emotionaler Input ist, zumindest für Menschen, die wirklich zuhören und sich nicht einfach "berieseln" lassen wollen. So kommt der "Musenkuss" dann doch ganz anders - gestern, im Garten beim Unkrautzupfen unter´m Sonnenschirm, ein alk-freies Weißbier und Akkordeonmusik von Mick McAuley, sonst Box-Spieler bei Solas. Da bin ich auf einmal ganz bei mir und im Puls der Musik. Hätte ich jetzt nicht unbedingt vermutet! So viel Gegenwart - danke!
Hermann

01-05-2011
Von welcher Hoffnung singen wir?

Gerade komme ich vom Sonntagsgottesdienst unserer Gemeinde zurück. So verhalten wie das Wetter war auch der Gemeindegesang. Eine mächtig laut daherbrausende Orgel, gegen die anzusingen, viel Energie und Stimmgewalt braucht und dazu eine Liedauswahl, die ähnlich wie die Sonne mit den Wolken "ringt". Manchmal frage ich mich dann schon selbst, will ich singen? Will ich das singen? Ein paar Kostproben gefällig (die Liednummernangaben beziehen sich auf die Würzburger Diözesanausgabe des Gotteslobs):

Eingangsbereich zum Garten der Stille im Kloster Himmelspforten, WürzburgZu Beginn: Nr. 857 »Das neue Morgenrot erglüht, der Jubel durch die Lüfte zieht, und Freude füllt das Erdenrund, die Hölle knirscht im tiefsten Grund. Halleluja, Hallejuja. | Die Osterfreude, Herr, lass rein und dauernd deinen Jüngern sein; das Leben mach in ihnen neu, vom Sündentod erhalt sie frei. Halleluja, Halleluja.« (T: Übertragung von "Aurora Caelum purpurat" des hl. Ambrosius 4. Jh.)
Gloria: Nr. 818 »Gott soll gepriesen werden, sein Nam´ gebenedeit, im Himmel und auf Erden jetzt und in Ewigkeit. Lob, Ruhm und Dank und Ehre sei der Dreieinigkeit; die ganze Welt vermehre, Gott, deine Herrlichkeit.« (T: Landshuter Gesangbuch 1777)
Zwischengesang: Nr. 546,4 »Kann ich nicht wie Tomas schaun die Wunden rot, bet ich dennoch gläubig:"Du mein Herr und Gott!" Tief und tiefer werde dieser Glauben mein, fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein.« (T: Thomas von Aquino 13. Jh., "Adoro te devote", Übertragung Petronia Steiner 1951)
Gabenbereitung: Nr. 222 | Sanktus Nr. 822 | Agnus Dei Nr. 300, 4+5 | Danklied - da war zuerst keine, dann eine falsche Nummer am Liedanzeiger, bis die richtige kam, war das Lied vorbei ... es wäre Nr. 208 gewesen.
Schluss: Nr. 900 »Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen, o segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen. Maria, dir befehlen wir, was grünt und blüht auf Erden; o laß es eine Himmelszier in Gottes Garten werden. | Behüte uns mit reiem Fleiß, o Königin der Frauen, die Herzensblüten lilienweiß auf grünen Maiesauen. Laß diese Blumen um und um in allen Herzen sprossen und mache sie zum Heiligtum, drin sich der Mai erschlossen.« (T: Guiod Görres, München 1844)

Ich will gewiss niemandem zunahe treten, dem solche Textzeilen tatsächlich hilfreich sind, um die eigene Befindlichkeit singend vor Gott zu bringen. Ja, und diese alt-vertrauten Melodien entfalten - für diejenigen, die sie noch kennen - natürlich ihre ganz eigene Wirkung. Aber: von welcher Hoffnung singen wir da eigentlich? Und wo finde ich mein Leben jetzt und hier in diesen Texten längst vergangener Jahrhunderte und der Spiritualität ihrer Verfasser/innen? Sie waren und sind - genau wie wir - Kinder ihrer Zeit.
Für mich ist es "kein Wunder", dass der Gemeindegesang bisweilen sehr verhalten klingt. Auch nicht, dass ziemlich viele sich für das ganz direkte Naturerleben und gegen die "grünen Maiesauen" aus zweiter Hand entscheiden. Liturgie als Feier des Lebens an einem 1. Mai-Feiertag braucht für mich andere Lieder und Zeitansagen. Aber noch bleibt ja, sich auf den Weg zu machen ...
Hermann

01-04-2011
"Echte Helden bezeugen selten" - manche aber doch!

"Echte Helden bezeugen selten" weiß ein alter Song von Herman van Veen, den ich immer mal wieder zur Gitarre trällere. In diesem Fall habe ich mich aber gerne eines Besseren belehren lassen. Vor ein paar Monaten erst haben sie "mitten im kalten Winter" ein Sonderkonzert im benachbarten Gasthof zum Alten Gut gegeben - leider habe ich damals keine Karte mehr ergattern können. Jetzt hat mir unser Keyboarder und Tuba-Spieler Georg Leitner die Story der "Wir-sind-Helden" - Frontfrau Judith Holofernes zukommen lassen, die unter nachfolgendem Link nachzulesen ist:

http://www.bildblog.de/28264/wir-sind-helden-wollen-nicht-fuer-bild-werben/

Hintergrund ist eine Werbekampagne, die unser aller "Lieblings-Zeitung" mit den populären Musikern starten wollte. Die Antwort von Judith Holofernes ist echt tough und alles andere als "branchenüblich". Da ziehe ich doch gerne mal wieder den berühmten "Hut" und applaudiere von dieser Stelle aus. Und dies ist - trotz des Datums - beileibe kein Aprilscherz! Unschuldig
Hermann

20-01-2011
Inselfeeling im Januar

Die Musik macht es möglich. Mitten im kalten Winter spielen die Taktwechsler bei ihrer ersten nachweihnachtlichen Probe ein Instrumentalstück mit dem bezeichnenden Titel "Insel" ein. Vielleicht nicht Karibik, aber Meeresrauschen und endloser Horizont sind die inneren Bilder, die da beim Musizieren auftauchen. Zwei neue Songs haben wir bearbeitet und es hat richtig Spaß gemacht, das neue Jahr mit neuen Melodien zu eröffnen. Natürlich wr das Hochwasser Thema - halb Gräfendorf stand ja unter Wasser. Natürlich war der Eisregen am Dreikönigstag Thema - immerhin 4 Taktwechsler waren auf spiegelglatten Straßen unterwegs und kamen gottseidank wohlbehalten an und auch wieder zurück vom Gottesdienst im Missio.
Natürlich haben sich gestern abend manche Musikusse im Bandkeller über das zerlegte Mischpult gewundert - was wären die Taktwechsler ohne Mischer und Technikfreak Josef, der das Mischpult unermüdlich repariert. Weil uralt und analog geht das, dafür hat es natürlich keine elektrischen Festerheber und auch kein ESP (Ach so?). Und wenn Marianne und Michael (ja, genau die!) wüßten, dass ihr gutes altes Tourmischpult noch immer treu seine Dienste verrichtet, dann ...
Natürlich haben wir auch dieses Jahr mit unserem traditionellen Neujahrsempfang im Anschluss an die erste Probe begonnen. Andis Geburtstag haben wir bei der Gelegenheit auch nachgefeiert und die Taktwechsel-Familie hatte endlich mal wieder Zeit zum Ratschen. Schön, dass es Taktwechsel gibt - auch das muss mal gesagt werden!
Hermann

02-01-2011
Von Schokoladenbrunnen, Silly-Songs und von Noten umgebener Stille

Es gibt immer zwei Möglichkeiten, wenn für so lange Zeit kein Eintrag im Taktbuch zu finden ist. Möglichkeit 1: es war einfach nichts los! Möglichkeit 2: es war definitiv zu viel los - und keine Zeit bzw. Muße zum Aufschreiben. (...)
Heute morgen beim Frühstück habe ich meiner Frau eine Geschichte aus einem Buch vorgelesen, das wir zu Weihnachten geschenkt bekamen: "Der Schokoladenbrunnen" - einfach köstlich, die Geschichte natürlich! Das Buch heißt "Bloß keinen Grießbrei an Heiligabend" und war eines von vielen wunderbaren Geschenken, die uns jetzt durch das neue Jahr begleiten. Wolke in Form einer FederZum Beispiel der Kalender einer Freundin mit dem nebenstehenden Bild auf dem Januar-Blatt und dazu das Zitat von Herrn Igor Strawinsky: "Die Musik, das ist von Noten umgebene Stille". (...)
Oder gestern bei meiner Abspülorgie nach der Silvesterfete - da hatte ich das Weihnachtsgeschenk einer anderen Freundin, die CD "Alles Rot" von Silly aufgelegt. Schon der erste Song "Sonnenblumen" - ein Lied für die verstorbene Sängerin Tamara - hatte mich aufhorchen lassen. Dann kam aber mit "Mein Kapitän" so richtig Fahrt auf und die Abspülgeschwindigkeit auf volle Tourenzahl. Mal eben rüber an die Anlage und ein bißchen am Lautstärkeregler gedreht, die "repeat"-Taste gedrückt ... wow, probierts ruhig mal aus, da geht was!
Und Taktwechsel? Macht gerade Pause - halt! - das stimmt nicht ganz. Denn "in Teilen" sind wir hochaktiv und mit diversen "Nebenprojekten" musikalisch präsent. Zum Beispiel gibt es am Dreikönigstag, 06.01.2011 um 9.00 Uhr (au weia, wirklich so früh?) in der Kapelle der MIssionsärztlichen Klinik einen Aussendungsgottesdienst für den Auslandseinsatz von drei ÄrztInnen, den Susanne, Georg, Josef und Hermann musikalisch mitgestalten. Unterstützt werden wir dabei von Ruth ("DIe kleinen Heiligen") und Felix ("One Eyed Cats") an den Gitarren. Herzich willkommen!
In jedem Fall - auch an dieser Stelle: allen ein gesegnetes und erfülltes Neues Jahr mit viel "von Noten umgebene(r) Stille"!

Hermann

28-11-2010
» ...ganz zu schweigen von den ungeahnten Möglichkeiten Gottes mit dir!«

Meistens berichte ich an dieser Stelle von positiven Begegnungen und schönen Erfahrungen mit "Taktwechsel unterwegs". Das ist im Grunde auch heute so, denn die Konzertlesung mit Paul Weismantel am Freitag, 26.11.2010 in St. Kilian, Schweinfurt, hat den allermeisten Besucher/innen des Abends ausnehmend gut gefallen. Dafür stand ein lang anhaltender Beifall am Ende des Abends, der mit zwei Zugaben von Taktwechsel eine entsprechende musikalische Resonanz fand. Doch es gibt eben auch die "andere Seite" eines solchen Abends, aus der manchmal auch zu lernen ist. Das soll nicht verschwiegen werden.

Gut zweieinhalb Stunden hatte die adventliche Konzertlesung mit Paul Weismantel (Texte) im Wechsel mit Taktwechsel (Musik) gedauert. Einmal mehr stand sie am Ende einer randvollen Arbeitswoche, aus der die beteiligten Akteure nicht ganz "unangeschlagen" in Schweinfurt eingetroffen waren. Hoffentlich für die Besucher nicht - aber für mich in der Band deutlich spürbar war diese Mischung aus Müdigkeit, gesundheitlich angeschlagenen Musikern, mehr oder weniger konzentrierten Akteuren, einer riesengroßen, äußerst halligen Kirche, einem 15-Meter-Abstand bis zum Publikum und - neben ganz vielen interessierten und offenen Besucher/innen - eben leider auch jenes Trio, das zwar zum Konzert einer Band gekommen war, aber offenbar eigentlich nur besinnliche Texte und und viel Stille hören wollte.
Da bin auch nach über dreißig Jahren "Bühne" nicht gefeit vor einem Gefühlswirrwarr zwischen Zorn, Verständnis und Verzweiflung und es ist mitten in einem Konzert nicht so leicht, dann die Fassung nicht zu verlieren.

So eine Situation war das vorgestern Abend und nur Lieder wie "Halt mich" oder "Singst du in mir" helfen mir dann, wieder in die "Spur" zu kommen und darauf zu vertrauen, dass es an mir - respektive den Taktwechslern - ganz bestimmt nicht scheitern wird, wenn Gott bei den Menschen ankommen will.
Advent - Ankunft dessen, der uns Leben in Fülle zugesagt hat. Um es mit den Worten meines ehemaligen Professors Rolf Zerfaß zu sagen: »Du hast mehr Möglichkeiten als du ahnst, ganz zu schweigen von den ungeahnten Möglichkeiten Gottes mit dir!«

Hermann

14-11-2010
Kirche in Bewegung?

"Versuch es" heißt ein Gedicht von Wolfgang Borchert, das Klaus für einen Taktwechselsong inspiriert hat. "Stell dich mitten in den Regen, glaub an seinen Tropfen Segen" lautet die erste Textzeile und ist mir damit für den grauen November-Alltag ein wertvoller Begleiter. Meine Nichte Rebekka hat diesen Song mit ihren Freundinnen ins nebenstehende "Bild" gesetzt und zugleich ihre eigene Interpretation abgegeben. Das komplette Bild kannst du als pdf HIER anschauen.

Außer mit Taktwechsel (immer noch die schönste Nebenbeschäftigung der Welt) bin ich derzeit beruflich u.a.  mit einem KollegInnen-Team auf Tour durch die Diözese, um bei vier regionalen Studientagen Impulse für die Arbeit in den neuen Pfarreiengemenschaften vorzustellen und zu diskutieren. Für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen gilt dabei, dass sie "versuche(n), gut zu sein!" und doch zugleich merken, dass es manchmal ein mühsames "Geschäft" ist, zwischen eigenem Wunsch und Anspruch, Fremd-Erwartungen und Gleichgültigkeit, traditionalen Machtansprüchen und notwendigen Veränderungen lebbare Lösungswege zu entdecken. Räume des Vertrauens und der Zuversicht, der Lebensfreude und Geborgenheit sind viel ersehnt und werden noch viel zu selten "gebaut". An unserem Song "versuch es" gefällt mir, dass er gerade dazu ermutigt, die Ambivalenzen wahr-zu-nehmen, dem "Rauschen" und "Stürmen" des guten Geistes zu trauen und den nächsten Schritt zu wagen. Versuch es!
Hermann

10-10-2010
Georg an der Posaune, am Klaus das Klavier und die gefühlte Wirklichkeit bei Susannes Geburtstagsparty in Langendorf

Susanne singtTaktwechsel ist wieder unterwegs und das sogar am Geburtstagsfest von Sängerin Susanne, die in diesem Jahr noch einmal vom Aufnahmeritual in den Club der "fitten Fuffzicher" verschont geblieben ist. Es war mächtig gute Stimmung in Langendorf mit einem wachen und singfreudigen Publikum in der Pfarrkirche St. Vitus. Wir Taktwechsler haben gelernt, dass auch nach 30 Jahren "missionarischen" Tourens durch die Diözese mehr als die Hälfte der Zuhörer/innen Taktwechsel (noch) nicht kannten. Es gibt also durchaus noch ein hoffnungsvolles Zukunftspotenzial für die Band und an diesem Abend haben wir sicher etliche Freundinnen und Freunde für unsere Musik dazu gewonnen. ("Vielleicht lässt ja der nette PGR-Vorsitzende, der die vielen Fotos gemacht hat, uns einige davon für diese Website zukommen? Hallo? Ja - vielen Dank im Voraus!")

Susanne war jedenfalls sichtlich und hörbar überwältigt von den Geburtstagsständchen der Band, Otto Jockel hatte sogar solo mit Gitarre vorgetragen und nur böse Zungen würden behaupten, es hänge doch irgendwie mit dem "Alter" zusammen. Jedenfalls hing beim Bandstand plötzlich das Klavier am Klaus, Multiinstrumentalist Georg erweiterte sein Instrumentenreservoir unversehens um eine Posaune und mindestens alle hatten etwas zu lachen. Alles in allem ein wunderbarer Auftakt für den zweiten Teil der Jubliäumstour. Ein dickes DANKEschön an Markus Schlereth, den Gemeindereferenten, der uns eingeladen hatte, sowie an alle Helfer/innen, die aus- und eingeladen, gekocht, plakatiert, gesammelt und geworben und ?? haben, damit der Abend so gelingen konnte.
Hermann

 

27-09-2010
Klaus vom Flue(ge)li, die Urkunde des Nuntius und andere Momente eines wunderbaren Jubiläumsabends

Gestern morgen um kurz nach 2 Uhr habe ich hundemüde aber sehr glücklich die Türe zum Jugendbegegnungshaus Windrad zugeschlossen. Vor mir ein paar Stunden Schlaf, denn um 10.00 Uhr sollten die Taktwechsler ja schon wieder den Gottesdienst zum Herbstfest und "15 Jahre Jugendbegegnungshaus Windrad" gestalten. Hinter mir ein wunderbares Fest mit ungeahnt vielen Gästen, einem brillanten Moderator, einem "katholisch und trotzdem gut drauf"-Auftritt des Kabaretts Cherubim, mit Festrednern, die auf ihre Weise Ihre Verbundenheit mit Taktwechsel, mit der Botschaft unserer Lieder und unserer Weise, lebendig Kirche zu sein, zum Ausdruck brachten.
Nicht zu vergessen natürlich ein Jubliäumskonzert, das letztlich doppelt so lang wie geplant wurde, mit den "Herzenswunschliedern" der Gäste und dazwischen auch Anekdoten der Taktwechsler über brennende Bandbusse, Flügeltransporte durch den Schlamm der Ranft am Flueli, Schweiz und der darauf bezogenen Gratulationskur des Moderators Frank Breitenstein, der unserem "Musikdirektor" und "Chefpianisten" Klaus zu seinem Namenstag kurzerhand den launigen Beinamen "Klaus vom Fluegeli" verlieh.


"Den Vogel abgeschossen" hat aber an diesem Abend ganz sicher Monsignore Pfr. Erwin Kuhn, ehemaliger Pfarrer am Heuchelhof und ein langjähriger Wegbegleiter und -bereiter von Taktwechsel. Er brachte eine eigenhändig vom päpstlichen Nuntius in Deutschland unterschriebene Ehrenurkunde mit und überreichte sie im Rahmen seiner Rede.
Es wurde viel gelacht an diesem Abend, viele ermutigende Worte gesprochen und Lieder gesungen, ein echtes Fest. "Kommt geschmückt zu mir mit Mut und Phantasie und ihr werdet schenkend beschenkt" - die Textzeile aus einem der ersten Taktwechselsongs bringt meine Gefühle nach diesem wunderbaren Abend sehr treffend zum Ausdruck.
Die Bilder und einen ausführlichen Artikel gibt es demnächst auf der Homepage zu bewundern. Jetzt ist erst mal wieder "Alltag" angesagt und da ist Taktwechsel eben nach wie vor "nur" die wunderbarste Nebenbeschäftigung der Welt.
Hermann

 

21-09-2010
Vom Singen am brennenden Dornbusch

Der Countdown läuft und es sind nur noch wenige Tage bis zum Jubiläumsfest. Die zahlreichen Aktivitäten und das Drumherum haben auch ihren Tribut an Zeit gefordert, so dass die Einträge hier im Taktbuch "auf der Strecke" geblieben sind. Dabei war auch über die Sommerferien jede Menge los in Sachen Taktwechsel. Meine persönliche "meditative" Vorbereitung auf das Fest ist die Betrachtung des nebenstehenden Bildes der bolivianischen Künstlerin Ejti aus Santa Cruz.Menschengruppe, singend rund um ein Feuer sitzend

Thomas Hermes, mein Freund, Kurskollege und jetziger Pfarrer von Potosí, Bolivien, hatte es mitgebracht, als er im vergangenen Jahr sein Silbernes Priesterjubiläum gefeiert hat. Seitdem habe ich es immer wieder angeschaut, weil ich darin so viel von dem entdecke, was mich für das Musik machen mit Taktwechsel motiviert und trägt. Zugleich spüre ich aber die bleibende Herausforderung, die darin steckt.
"Wo wir uns um JaHWeH, der immer für uns da ist, den Gott des Feuers, der Licht ist und Wärme spendet, versammeln, werden wir geeint, egal welcher Rasse oder Kultur wir angehören oder wie unterschiedlich unsere Geschichte und unser Leben ausschauen mag", so hatte Thomas in seiner Dankkarte geschrieben.
Ich entdecke dies im Bild und darüber hinaus die verwandelnde Kraft der Musik, die von den Höhen und Tiefen des Lebens weiß und den Herzschlag der vielen im Rhythmus vereint. Ich wünsche mir für das Jubiläumsfest diesen gemeinsamen Rhythmus und Herzschlag aller, die kommen werden, um mit uns zu danken und zu feiern.
Hermann

 

10-07-2010
Sozusagen grundlos vergnügt

ueppige Kirschen am ZweigEs gibt diese Probentage, an denen das schöne Hobby zur echten Arbeit wird. Heute war es umgekehrt. In knapp drei Stunden haben wir ein neues Lied und ein Instrumentalstück miteinander arrangiert und eingeprobt und hatten alle sehr viel Freude daran. Unser musikalischer "Direktor" Klaus hatte die neuen Stücke mitgebracht und jede/r Musikuss(ine) hat Arrangement-Ideen beigesteuert, so dass jetzt zumindest ein "Song-Gerüst" steht, an dem weiter gearbeitet werden kann.
Vielleicht war es der wunderbar kühle Band-Keller, der bei Außentemperaturen knapp unter der 40-Gradgrenze ein erholsames Refugium bot. Vielleicht war es auch der Text des Liedes, der sozusagen grundlos vergnügt Laune machte. Jedenfalls war es ein sehr runder und kreativer Vormittag. Mal sehen, was noch "wächst" bis zum Jubliäum im September.
Ach ja, die Kirschen sind übrigens nicht aus "Nachbars Garten" sondern wachsen auf dem Grund des Theresienheims der Steyler Missionsschwestern iin Moos am Bodensee, bei denen ich mit einer kleinen Exerzitiengruppe für eine Woche zu Gast sein durfte. Es macht auf eigene Weise vergnügt, Gastfreundschaft richtig genießen zu dürfen und das mitten in der Arbeit.
Hermann

 

13-06-2010
Im Licht der Schönheit

Rundblick vom Geokaun, Valentia Island, IrlandKaum zu glauben. Noch vor wenigen Tagen konnte ich diesen Ausblick genießen und das Entstehen dieser "Herzensbotschaft" miterleben. Fast zwei Wochen war ich mit Freunden in den Pfingstferien in Irland unterwegs, habe den herben Duft des Atlantiks und des braunen Torfs in den Mooren von Connemara tief eingeatmet, mich am leuchtend hell blühenden Ginster gefreut und das prickelnde tief-schwarz-braune Leuchten so mancher Pints Guinness genossen. Es ist eine eigene Art von Musik, die sich beim Betrachten von soviel Schönheit innerlich einstellt, der Rhytmus von Dankbarkeit und Angerührt-Sein, die Harmonie von Licht und Landschaft, die Akkorde von Gemeinschaft und Einsamkeit und die Metrik von "slow", jenem Zauberwort, das nicht nur die irischen Straßen ziert.

Am Strand der Finians-Bay entsteht ein handgemaltes Herz im SandIch hatte ein sehr lesenswertes Buch von John O´Donohue mit dabei, dem leider im vergangenen Jahr verstorbenen irischenTheologen und Philosophen, der in Connemara zuhause war: Schönheit - das Buch vom Reichtum des Lebens (dtv-Verlag 2004). Ein Zitat, das ich dort gefunden habe, geht mir seitdem nicht mehr aus dem Sinn. John O´Donohue schreibt, die Worte von William Stafford seien eine wunderbare Grundlage, um ein rechtschaffenes Leben zu führen:


"Die Dinge, die du nicht sagen musst, machen dich reich.
Wenn du Dinge sagst, die du nicht sagen müsstest, schwächt dies deine Rede.
Wenn du Dinge hörst, die du nicht hören müsstest, schwächt dies dein Gehör.
Die Dinge jedoch, die du weißt, bevor du sie hören kannst, machen dich aus.
Sie sind der Grund dafür, dass du auf der Welt bist."

Hermann

 

02-05-2010
Alles neu macht der Mai

Gottseidank gibt es diese Tage, an denen die Seele durchatmen darf und ich mich wieder selber spüren kann. Alle 4-6 Wochen ziehe ich mich dazu in das Augustinerkloster Messelhausen zurück. Dort gibt es ein Funkloch für Mobiltelefone, einen sehr gastfreundlichen Konvent von Augustinermönchen, zwei gebetserfüllte stille Meditationsräume und drumherum jede Menge Landschaft pur. Auf meiner Wanderung in der vergangenen Woche ist das Foto mit dem leuchtend gelb wogenden Rapsfeld entstanden. "Fields of Gold" von Sting ist mir da eingefallen und ein Text, den ich bereits im Februar in mein Notizbuch geschrieben hatte. Das Ergebnis untenstehend - mein Beitrag zum Thema "rhythm of my life".
Gestern, am 01 Mai 2010 war ich mit 6000 weiteren Menschen bei der Demonstration "Würzburg ist bunt!". Ein Forum von über 70 Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und freien Gruppen hatte sich zusammengefunden, um einen Aufmarsch der Neonazis zu verhindern. Zwar hatte sich von den angekündigten Neonazis niemand in Würzburg blicken lassen, dennoch war es gut, diese Demonstration durchzuführen und die Verbundenheit im Aufstehen für Freiheit und Demokratie zu spüren. Aiuch ein Anders-Tag.
Hermann

25-04-2010
Freitag abend - Taktwechsel serviert ein Jubiläums-Menu

Nach einer vollen Arbeitswoche am Freitag Abend ein Konzert zu spielen braucht manchmal die Mobilisierung von Kraft-Reserven. Dann ist es außerordentlich erfreulich, wenn der Veranstalter tatsächlich tatkräftige Menschen vor Ort hat, um die Anlage auf die Bühne zu wuchten und beim Empfang einfach alles "stimmt". Vorgestern abend in Wonfurt war das der Fall. Eine eifrige Helfercrew, ein auffällig neues Pfarrheim mit einem Saal mit auffällig guter Akustik - das waren prima Zutaten, um die Vorraussetzungen für ein auffällig gelungenes "Dreißigfach" - Konzert zu schaffen. Die Müdigkeit war schnell verflogen und mehr als zwei Stunden waren Band und Besucher mit Musik und Tanz in Bewegung.
Das "Lieder-Menu" schafft gute Kontaktmöglichkeiten, so dass die anfängliche Reserviertheit schnell gezielten Liedwünschen wich. Für viele war es das erste Taktwechsel-Konzert und so gab es neben Mitsing-Kanons, Tänzen und rhythmischem Support auch Staunen und Betroffenheit angesichts mancher Texte, deren Botschaft persönliche Lebenssituationen aufgriffen und zu gesungenen Gebeten wurden.
Spät in der Nacht im Bandbus auf der A7 dann die "Reflexion": ob unsere Songs tatsächlich mit "Schnitzel & Pommes" charakterisierbar sind?
Hermann

06-03-2010
Dir gefällt, wenn meine Augen leuchten

Ein neues Blatt aus dem Taktwechselalbum von Rebekka Dallmöller und ihren Freundinnen findest du heute an dieser Stelle. Vielleicht doch kein Zufall, dass es gerade das "Freudentanzglanzlied" sein sollte, dass sich der junge Konzertbesucher als Erstes aus der Lieder-Menu-Karte in Helmstadt gewünscht hatte. Mit leuchtendem Augen und einem herzlichen Danke an Noemi und Rebekka!
Hermannbild von rebekka zum freudentanzglanzlied

21-02-2010
Was für ein Tag

Es gibt diese Tage im Musikerleben, an denen Mensch sich fragt »warum tue ich mir das eigentlich an?«. Gestern war für mich ein solcher Tag und als ich heute Nacht dann irgendwann aufgewacht bin, da war mir klar, das musst du einfach mal festhalten.
Kennt ihr das auch, dass Mensch nach einem knallvollen Tag dann übermüdet im Bett liegt und ihm nichts besseres einfällt, als zu überlegen, was alles noch unerledigt geblieben ist? »Du hast schon ewig keinen Eintrag mehr im Taktbuch geschrieben« so klang das dann mit leicht vorwurfsvollem Unterton. Voilá: hier ist er. Der Eintrag.

Freitag abend war Bandprobe. Der Dauerstau auf der A3 bringt mal wieder einen verspäteten Beginn - das gilt dann auch für das Ende der Probe. Und: beim letzten Lied reißt eine Saite auf der Fender - das heißt "Arbeit!"
Samstag morgen also wieder in den Bandkeller. Zwei meiner vier Gitarren neu besaiten, nochmal das Flötensolo üben, falls sich doch jemand die "Regenbogenzeiten" wünschen sollte.
Ach ja, ich wollte ja mit Georg den Bandbus beim Verleih abholen. Also rein ins Auto und ab in die Stadt, dann gleich noch in die Druckerei, die bestellten Taktwechsel-Werbepostkarten abholen. »Oh, das tut mir aber leid, Sie habe ich jetzt glatt vergessen!« - eine knappe Stunde später dann doch noch mit 200 Exemplaren für den Abend raus aus der Druckerei, zurück zum Heuchelhof düsen. Vier Gitarren, den Gitarrenamp, das Saxophon und diverse Flöten einpacken, schnell noch ein Mittagessen und pünktlich um halb drei stehen der Bandbus, einige Musiker und Helfer vor der Tür. die taktwechsel-kabel-kisteLaden und Fahrt nach Helmstadt. Dort ist der Weg ins Himmelreich reichlich schmal und die Schneereste machen die Rückwärtsfahrt zur Kirchentür tatsächlich zu einem kleinen "Himmelfahrtskommando".

Ausladen, Anlage aufbauen, Soundcheck, dann ist es schon halb sechs. Im Pfarrheim haben freundliche Menschen einen tollen Imbiss für uns vorbereitet. Pause. Wunderbar. Aber ich muss ja noch meine Noten sortieren - heute abend ist Premiere für das neue Programm.

Halb sieben und der Gottesdienst beginnt. Klasse, die Leute wippen schon beim ersten Lied kräftig mit und die Kirche ist gut gefüllt. Der Pfarrer hält eine mutige Predigt - chapeau! Das hört man nicht so häufig! Auch zum Konzert bleibt eine große Zahl von Leuten da, unsere "Liedermenu-Karten" reichen nicht aus, aber man kann ja zusammenschauen.

Das Konzert ist klasse und macht wirklich Spaß. »Ja, genau dafür tue ich mir das an!« Und in den Gesichtern der Leute ist zu lesen, dass sich das lohnt, keine Frage. Ein bißchen Zeit bleibt auch nach dem Schlusslied, um mit Konzert-besuchern zu plaudern, feedbacks zu hören, sich miteinander zu freuen.
Dann heißt es abbauen, wieder alles in den Bus laden, zurück zum Bandkeller fahren, ausladen, alles die Treppe runter wuchten. Ach ja, den Bus müssen wir auch noch zurück zum Verleih bringen.
So ist es fast Mitternacht, als die Wohnungstür hinter mir ins Schloss fällt.
Wieder ein Tag für und mit Taktwechsel. Was für ein Tag!

11-01-2010
Sinnzeit mit Daisy und Taktwechsel

Sinnzeit-Besucher/innen sind winterfest - das konnten Hedi Porsch und Johannes Simon als Leiter/in des Gottesdienstes gestern abend in der Hofheimer Pfarrkirche feststellen, denn trotz Tief "Daisy" mit reichlich Schnee war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Auch wir Taktwechsler haben uns durch den Schnee gewagt und "unplugged" den Gottesdienst musikalisch mitgestaltet. Anhaltender warmer Applaus war am Ende die Bestätigung, dass es selbst in kalten Kirchen möglich ist, einander das Herz zu erwärmen. So gab es mit dem "Lied von der immerwährenden Weihnacht" und dem "Lied zur Nacht" auch noch zwei musikalisch wärmende Zugaben für den Nachhause-Weg.
Nicht ganz geschafft hat unser Basser Andreas den Einzug ins Guinness-Buch der Rekorde. Nur extrem wenig Zeit blieb ihm nämlich, sich unmittelbar vor dem Auftritt noch seinen ewig bestellten und dann extrem spät und extrem heiß eingetroffenen Toast ohne größere Verbrennungen einzuverleiben. Merke: für den kleinen Hunger auf Sinnzeit ein größeres Zeitbudget mitbringen!
Hermann

31-12-2009
Das Taktwechselalbum (mit 2 Extras!)

Rebekka Dallmöller aus Münster hat uns Taktwechsler mal wieder mit einem wunderbaren Weihnachtsgeschenk überrascht. Zusammen mit ihren Freundinnen Hanna Schulze und Noemi Hutter hat sie die Songs der aktuellen Taktwechsel-CD "Lebenswerkstattlieder" mit Farbe und Stift und mit viel Hingabe und Fleiß ins Bild gesetzt. Herausgekommen ist dabei ...

handgemaltes Taktwechsel-CD-Cover von Rebekka Dallmöller

Als erstes Beispiel - und in der Folge gibt es dann ab und zu hier einen Blick auf die weiteren Seiten dieses außergewöhnlichen, handgemalten CD-Covers - präsentieren wir "Der Stern".

Illustration zum Lied

Leider nicht so gut zu erkennen ist auf den Scans die sorgfälitge mehrdimensionale Handarbeit, z.B. hier der Sternenhimmel aus Tonpapier und silberfarbenen Sternen. Da fehlt dann eben die Haptik zur Optik. Zwinkernd
Den Originaltext kannst du übrigens im "songbuch" nachlesen. Viel Vergnügen!
Und an Rebekka, Hanna und Noemi geht von allen Taktwechsel-Musikussen und Musikussinen ein dickes DANKESCHÖN!
Hermann

 

19-12-2009
Mit Taktwechsel beim Weihnachtspreisrätsel gewinnen

Die aktuelle Ausgabe des Würzburger katholischen Sonntagsblatts Nr. 50/51 macht es möglich. Neben einem Bericht über Taktwechsel auf Seite 13 wird auch im Weihnachtspreisrätsel auf das 30-jährige Bandjubläum Bezug genommen, das im kommenden Jahr 2010 gebührend gefeiert wird. das weihnachtspreisraetsel im sonntagsblatt

Wer tatsächlich beim Preisrätsel mitmachen will, sollte sich schnell die aktuelle Sonntagsblatt-Ausgabe besorgen, z.B. über www.sobla.de oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Wir Taktwechsler freuen uns jedenfalls über so viel Ehre und wünschen allen TeilnehmerInnen viel Glück!

 

29-11-2009
Warmherzig und wach

Sebastian Seyfried beim Dank an die Bandso haben wir die jungen Leute in der Pfarrei St. Gertrud in Aschaffenburg-Schweinheim erlebt, die uns Taktwechsler gestern abend zur Konzertlesung mit Paul Weismantel empfangen haben. Wie man einen in die Jahre gekommenen Pfarrsaal samt Eingangsbereich verwandeln kann, wie Glühwein und besinnliche Texte und Lieder sich prima vertragen und wie ein offenes Lachen und freundlich-engagierte Hilfe beflügeln können - all das konnte Mensch gestern abend erleben und genießen.

Endlich mal nicht "in Kaltenkirchen", sondern in einem beheizten Raum spielen. Keine klammen Finger und eiskalte Instrumente fürchten müssen. Keine Sorge, dass es den Besuchern einfach "zu kalt" wird. Ein Unterschied, der einen Unterschied macht und uns gestern einen äußerst entspannten Saison-Ausklang ermögicht hat. Dafür herzlichen Dank an Sebastian Seyfried und die ganze Crew der Jugend von St. Gertraud. Von euch schneiden wir Taktwechsler uns gerne mal wieder eine Scheibe ab - nicht nur vom Leberkäse, den es zur Stärkung auch noch gab.
Hermann

15-11-2009
Engel ab sofort im Sonderangebot?

Gestern abend, bei der Lektüre einer der zahlreichen Verlagsbroschüren, die Mensch um diese Jahreszeit herum erhält, da war ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob ich das jetzt ernst nehmen oder einfach nur "lustig" finden sollte. Denn in der Tat gibt es bei Engel-Büchern Preisnachlässe von über 50%, die "Musik der Freude" ist sogar um 75% günstiger zu erstehen und ich kann wählen, ob ich "Weihnachten mit den Brüdern Ratzinger" oder z.B. mit Peter Hahne verbringen will.
Vielleicht sollten wir Taktwechsler nochmal unser Konzertprogramm überarbeiten, oder doch lieber den "Verkündigungsengel" befragen?
Hermann

30.10.2009
Taktwechsel - bald mit Heizdecken-Service in Kalten-Kirchen?

Es ist nicht nur eine Reaktion auf den Taktbuch-Eintrag vom 24. Oktober und bestimmt nicht nur dem Dauernieselregen in Rouen (Im Land der "Schtihs") zu verdanken, dass Josef Wilhelm, unser Mann am Mischpult mal wieder eine geniale Geschäftsidee hatte. Er schlägt vor, mit dem Verkauf von Heizdecken bei Taktwechselkonzerten in Zukunft nicht nur für gemütliche Temperaturen zu sorgen, sondern so auch wieder (noch) mehr Wärme in die kalte(n) Kirche(n) zu bringen...
Wie hieß doch gleich diese flotte Werbung "Wer mehr Licht in die Welt bringen will, der wird Elektriker - oder Priester"? Na, da haben wir doch schon die Marketing-Kampagne: "Wer mehr Wärme in die Kirche bringen will, der wird ...."
Hermann

30.10.2009
Taktwechsel - jetzt auch beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München

Seit heute ist es amtlich: Taktwechsel wird den zweiten ökumenischen Kirchentag in München musikalisch mitgestalten. Somit fahren die Taktwechsler im dreißigsten Jahr ihres Bestehens noch einmal an den Ort, an dem 1984 beim Workshop "Das Leben tanzen" die musikalische Botschaft der Band ganz wesentlich mitgeprägt wurde. In der Schwabinger Kirche St. Ursula gab es beim Tanzworkshop des damaligen Katholikentags mit Gertrud Prem und Gertrud Weidinger das Startsignal für eine zu diesem Zeitpunkt noch nicht geahnte Entwicklung in Sachen liturgische Tänze. Immerhin drei Produktionen "Das Leben tanzen" hat Taktwechsel eingespielt und zusammen mit den Tanzanleitungen von Gertrud Prem im Lauf der kommenden Jahre unter die Leute gebracht. Ungezählte Workshops und Konzerte wurden mit den Tänzen bereichert.
Bis zum heutigen Tag gibt es immer wieder Anrufe "Du, ich hab da damals diese Cassette bei euch ... gibt´s die noch?" und Nachfragen nach den Tänzen. Deshalb an dieser Stelle ein klares "Ja, es gibt sie noch!" und sie sind über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellbar.

Für den 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München plant Taktwechsel in jedem Fall einen Workshop mit Gertrud Prem in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft "Christlicher Tanz". Wo Taktwechsel sonst noch spielt? Wer regelmäßig auf dieser Website nachliest, wird in jedem Fall bestens informiert sein.
Hermann

28.10.2009
"Backstage"

Heute war mal wieder "Thing" im Taktwechsel-Keller. Alle Musikusse und Musikussinen haben gemeinsam und ausführlich beratschlagt, wie wir mit diversen "Problemstaus" umgehen können. Solche "Hauptversammlungen" sind meist weniger lustig und doch unausweichlich. Wer z.B. in den vergangenen vier Jahren die BAB 3 zwischen Würzburg und Aschaffenburg gefahren ist, der weiß, wieviele Baustellen, Unfälle und andere Gefahrenpunkte Andi, unser Basser, passieren muss, um von Alzenau aus zur Probe zu kommen. Christian, unser Schlagzeuger, reist aus Bamberg an - weniger Baustellen, okay, aber auch ein sehr weiter Weg. Claudia und Klaus fahren immerhin von Gräfendorf Sinn- und Maintalaufwärts, der Rest der Band wenigstens kommt "ortsnah" aus Würzburg zur Probe. Es ist immer ein kleines Wunder, wenn alles klappt und so ist Taktwechsel in diesem Sinn auch manchmal eben eine wunderbare Band ...
Natürlich, Musik haben wir auch noch gemacht an diesem Abend - und festgestellt, dass die Adventslieder noch immer "wunderbar" grooven. Weihnachten kann kommen!
Hermann

24.10.2009
Sting entdeckt die mystische Atmosphäre alter Kathedralen

Gerade habe ich in der Frankfurter Rundschau ein Interview mit Sting gelesen. Der bekannte englische Musiker hat eine neue CD aufgenommen und erzählt im Interview von seiner neu entdeckten Vorliebe für Konzerte in Kirchenräumen. Nicht nur die mystische Atmosphäre der altehrwürdigen Kathedrale in seinem Heimatort Newcastle hat es Sting angetan ... schreibt der Interviewer.
Da sind wir Taktwechsler nach 29 Jahren Tour-Erfahrung durch Kirchenräume ein wenig skeptischer. Vor allem im Winterhalbjahr spielen wir - egal wo - ständig in "Kalten-Kirchen". Nicht erst seit "Erneuern & Sparen" sind die Betriebstemperaturen der meisten Kirchen in dieser Jahreszeit maximal bei ca. 13° anzusiedeln und wer jemals eine eiskalte Querflöte oder die Stahlsaiten der E-Gitarre fühlbar in die Hand genommen hat, der weiß wovon ich spreche. "Mystisch" ist das jedenfalls nicht.
Hermann

18.09.2009
"The hills of Connemara ..."

habe ich vor knapp einer Woche mit einer Gruppe durchwandern dürfen und dabei mit Herzenslust auch meiner Iro-Philie gefrönt. Auch wenn im derzeitigen Taktwechsel-Programm die Flötentöne eher dünn gesät sind, habe ich mich vor Ort in einer Reihe von Pubs neu inspirieren lassen und auch meine Mitwanderer nicht verschont. Immerhin - fünf Minuten nach meinem Irish-Tunes-Set begann dann doch noch die Sonne zu scheinen und tauchte Maumturk Mountains und Twelve Pins in just jenes mystische Licht, das Connemara zu einem unvergeßlichen Erlebnis macht.hermann spielt tin whistle auf dem western way
Vorgestern abend dann die erste Bandprobe nach den Ferien. Erst mal viel Zeit für den Austausch über das im Urlaub Erlebte, die "Lehrerfraktion" wußte schon nach zwei Schultagen wieder jede Menge Stories zu erzählen. Dann aber auch Zeit für die Musik - und siehe da, es "groovt" noch immer - Gott sei dank! Jetzt sortieren wir erst mal unsere Songs für die Begegnung mit den Künstler/innen von artGERECHT bei der Nacht der offenen Kirchen in Würzburg am 2. Oktober. Sehen wir uns?
Hermann

02.08.2009
"Das Wandern ist des Müllers Lust ..."

hat Andi heute morgen bei der Verabschiedung gesungen und ist mit 7 weiteren Musikussen und Angehörigen zum Bergwandern nach Tiers/Südtirol aufgebrochen. Da könnte bei mir ja glatt der Neid aufkommen, weil ich zuhause bleiben und arbeiten muss - wären nicht vorgestern auch für mich zwei wunderbare Urlaubswochen im Vallemaggia im schönen Tessin, in der Schweiz, zu Ende gegangen. Genau dazwischen lag ein wichtiges Ereignis dieses Taktwechseljahrs: Eva und Christian haben gestern in der Pfarrkirche von Niederwerrn geheiratet! Es war ein wunderbares Fest, mit viel Musik von Taktwechsel und auch die Predigt war ganz auf ein Taktwechsellied abgestimmt: "Singst du in mir, bin ich dein Lied".
Noch ein bißchen müde haben heute morgen also die Wanderer ausgesehen, aber sie sind pünktlich gestartet - alles Gute für den Weg!
Hermann

21.06.2009
"Ehre, wem Ehre gebührt ...

und deshalb an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben, das Konzert für Amicanta in Jockgrim zu einem wirklichen Fest werden zu lassen. Allen voran Simone Knehr, die unermüdliche Organisatorin, den Chorfrauen, die für uns gekocht und den Männern, die die Anlage geschleppt haben, den Familien, bei denen wir übernachten durften und einem 1a Publikum, das sich auf unsere Lieder und Musik voll und ganz eingelassen hat. Das war echte wechselseitige Ermutigung und hat gut getan.
Lehrreicher Nebeneffekt dieser Begegnung: "in de´Palz" hat der Schoppen 0,5l und die lauen Nächte eignen sich hervorragend für Feiern und Gespräche!
Hermann

20.06.2009
"Ein taktwechslungsreicher Abend ...

geht zu Ende", meinte Frank Greubel, Diakon und geistlicher Begleiter im Haus Volkersberg, am SLiturgischer Tanz im Zirkuszelt am Volkersbergchluß von "Lieder und Lyrik aus der Werkstatt des Lebens". Er brachte auf den Punkt, was auch die ZuhörerInnen empfunden und mit kräftigem Applaus und anhaltenden Zugabe-Wünschen zum Ausdruck gebracht hatten. Die Texte von Spiritual Paul Weismantel, die Musik zum Mitsingen, Mittanzen und -swingen von Taktwechsel - da konnte Leben in all seinen Facetten anklingen und aufatmen.
Was sonst, nach einem anstrengenden Tag, am Ende einer langen Arbeitswoche? Für uns als Musiker ist es nicht immer so einfach, dann "voll da zu sein". Gestern sind wir "aus aller Herren Länder" zum Zirkuszelt am Volkersberg gefahren und dann steckt der Tag erst mal noch in den Knochen. Aber ein gnädiger Petrus (nix Regen, nix kalt), ein echter Diakon (Kaffee und Kekse gleich nach der Ankunft!), eine exzellente Küchencrew und eine sehr charmant-aufmerksame "Servicedame", die lachenden und erwartungsfrohen Gesichter der Gäste und nicht zuletzt Pauls Gedanken und Impulse haben unserer Musik schnell den nötigen Kick und Drive gegeben.
Klaus hat mal wieder "für zwei" gespielt, Susanne und Claudia haben (außer gesungen und musiziert) angesagt, getanzt und Kanones angeleitet, Andi hat den Taktwechsel-Website-Werbeblock eingespielt, Christian endlich mal wieder richtig (keine Kirche, kein Hall, nix "leiser spielen!") die Drums einsetzen können, Hermann hat meistens die richtige seiner Gitarren erwischt und Georg ganz sicher "mitgefiebert". Ein "taktwechslungsreicher" Abend!
Hermann (mit Dank an Frank für die Fotos!)

03.06.2009Handgeschriebener Brief von Rebekka
Lange nichts mehr gehört ...

hatten die Taktwechsler von ihrem Münsteraner Fan Rebekka Dallmöller. Jetzt hat sie sich wieder gemeldet und per Brief auch gleich eine "neue Bastelei" angekündigt. Wer auf dieser Seite ein bißchen nach unten scrollt, der findet im Januar-Eintrag das letzte "Werkstück" von Rebekka und weiß sofort, dass die Taktwechsler schon jetzt gespannt sind, welche Idee Rebekka dieses Mal ausgeheckt hat. Ganz sicher ist nur eines: wir freuen uns sehr über soviel Kreativität und Freude an unserer Musik und grüßen sehr herzlich nach Münster in Westfalen.
Hermann

20.05.2009
Unendlich gut getan ...

...einen ganz lieben Gruß von mir. Auch wenn wir uns nach dem Gottesdienst am Samstag nicht mehr getroffen haben, ich bin gleich danach zum Vortrag von Erwin Kräutler gegangen, so hat mir der Gottesdienst - auch dank eurer Gestaltung- und des gemeinsamen Singens unendlich gut getan...
Barbara Sommer per E-Mail


16.05.2009
Sympathische Gesichter von Kirche in der Einen Welt

Mit Taktwechsel auf Tour zu sein, das führt immer wieder zu überraschenden Begegnungen. Gestern abend in Goßmannsdorf, beim Konzert anläßlich der Errichtung der Pfarreiengemeinschaft, schafft eine engagierte und super freundliche Helferschar von Anfang an eine solch motivierende Atmosphäre, dass das Konzert nur noch gut werden konnte. Wir haben in strahlende, aufmerksame und wache Gesichter schauen dürfen und mit diesen Menschen zusammen Musik gemacht. Sehr sympathisch!

Ebenso sympathisch heute morgen im Würzburger Kiliansdom: Bischof Erwin Kräutler aus Brasilien. Er feiert anlässlich des "Tag der Weltkirche in Würzburg" einen Gottesdienst, den wir mit vielen vielen Anwesenden zusammen musikalisch mitgestalten. Der Funke springt über. Die Ministranten können die Samthandschuhe wieder ausziehen, Dom Erwin zelebriert ohne Hirtenstab und Mitra, aber Herz an Herz mit den Mitfeiernden. Menschenfreundlichkeit und Begeisterung für das Evangelium zeigen Gesicht.
"Es war so stimmig!", "dieser Gottesdienst war ein wirkliches Geschenk und eure Musik war wunderschön", "Kompliment an die Mischer und die Musiker für diesen Sound im Dom", "Herr, du schenkst mir Würde - das ist mir sehr nahe gegangen" - nur einige der vielen Rückmeldungen an Taktwechsel unmittelbar nach dem Gottesdienst. So viel Sympathie tut gut und wiegt ein wenig auf, dass im Würzburger Dom die Bands nach wie vor "in die Ecke gestellt" werden.
Hermann

09.05.2009
Endlich online

Samstag, 09. Mai, wir feiern 60 Jahre Gründung der Bundesrepublik, den Europatag und die Tatsache, dass der Webauftritt von Taktwechsel jetzt in völlig neuem Outfit und mit neuen Möglichkeiten daher kommt. Ob sich so etwas wie eine "Taktwechsel-Community" gründet, das wird sich zeigen. Jedenfalls zeigt schon mal der "Tourenzähler", das ist das Ding ganz unten am Ende der Seite, dass  sich eine Menge Leute für die neue Seite interessieren, ohne dass sie irgendwo offiziell angekündigt wurde. Gut so. Es war eine Menge Arbeit und der Webmaster und ich freuen uns über eure Post.
Hermann

 


28.04.2009
Maria buchen

Es ist vermutlich ein bißchen frech, so mit dem Namen der Wallfahrtskirche Mariabuchen in der Nähe von Lohr am Main zu spielen, andererseits liegt die Assoziation nicht so fern, liest man die unzähligen Gedenk- und Votivtafeln im Inneren der Kirche, auf denen die Anliegen und Danksagungen an Maria "zu Buche" gebracht wurden.Die Band vor der barocken Kulisse der Wallfahrtskirche Mariabuchen

Gebucht waren die Taktwechsler für ein Nachmittagskonzert, das - nach anfänglichen Andachtsverzögerungen - auch pünktlich um 17.00 Uhr startete. Die anfangs eher zurückhaltenden Besucher liessen sich schnell begeistern und so wurde das Konzert eine himmlisch-erdig-unüberhörbare Begegnung zwischen Rock und Barock. Auf diesem Weg herzlichen Dank allen tatkräftigen HelferInnen vom Wallfahrtsverein Mariabuchen e.V. und Hubert Perkuhn für die Überlassung der Bilder.
Hermann

 

24.03.2009
Alles Gaga oder was?

»Wer´s fassen kann, der fasse es«, so heißt es sinngemäß im Matthäusevangelium und der Satz kam mir heute bei der morgendlichen Zeitungslektüre am 24. März 2009 prompt in den Sinn. In der Rubrik "Zehn & eins" listet die Frankfurter Rundschau die meistverkauften Alben der Woche in Deutschland auf. Vielleicht mehr als auf den Nachrichten- und Feuilletonseiten an Information geliefert wird, zeigt diese Liste für mich unserer Gesellschaft einen deutlichen Spiegel auf:

Platz 1: Peter Fox - Stadtaffe;
Platz 3: Lady Gaga - The Fame;
Platz 7: Die Zipfelbuben - Party Party Party;

und schließlich behauptet Amy Mac Donald auf Platz 10 der Hitliste "This is the Life". Wer´s fassen kann, der fasse es!
Hermann

 

22.01.2009
Die Weihnachtsmann-Rockband von Rebekka

Gestern abend gab es ein wirklich großes Hallo im Taktwechsel - Bandkeller. Der Grund war Post von unserem Taktwechselfan Rebekka Dallmöller aus Münster.Weihnachtsmann-Rockband aus Schokoladenikoläusen
Die komplette Taktwechselband hatte sie als "Weihnachtsmann-Rockband" ausstaffiert und bereits im Dezember an uns geschickt. Dass es erst jetzt, in der ersten Probe im Neuen Jahr zum Auspacken gereicht hat, konnte Rebekka natürlich nicht ahnen, als sie in ihrem Begleitbrief schrieb: "Ihr könnt ja eine Wette machen, wer sie (d.h. die Weihnachtsmann-Päckchen) am längsten aufbewahren kann. (Ein Tipp: Einfach verstecken und nicht dran denken!).
Okay, Georgs Weihnachtsmann hat am längsten überlebt, Rebekka, Petra hat auch ihren Anteil bekommen und wir Taktwechsler sagen dir von hier aus ein ganz dickes Dankeschön für dein Päckchen und für deine Freundschaft!
Danke auch für deine Fanpost vom 17.01.2009. Wir finden es klasse, wie du über die Schule und das Leben philosophierst:
"Jetzt sitze ich am Schreibtisch und schreibe, während ich eurer Musik lausche. Gestern abend lag ich im Bett und dachte, ich will nicht auf eine neue Schule gehen. Wenn man aber erst mal groß ist, ist man wieder die kleine. Mir wäre es fast recht, die 4. Klasse zu wiederholen. Da ich aber ja eine Gymnasialempfelung habe, verfliegt das."
Ihr Kultusminister-ReferentInnen und Bildungsverantwortlichen hört die Signale!

09.01.2009
Taktwechsel meets Eminem

Taktwechsel erscheint heute als "CD-Tipp" in prominenter Nachbarschaft, nämlich direkt neben Eminem, dem amerikanischen Rapper.
7plus, die Beilage zur unterfränkischen Tageszeitung Main-Echo bringt eine Rezension und Empfehlung für die neue Taktwechsel-CD "Lebenswerkstattlieder" heraus und plaziert diese direkt neben einem Artikel über das brandneue Buch des Skandal-Rappers Eminem mit dem Titel "The Way I am". Na denn, auf gute Nachbarschaft!
"Beständigkeit in ihrem künstlerischen Schaffen zeichnet die Würzburger Gruppe Taktwechsel aus (...) Lebens-Werkstatt-Lieder ist der runde Silberling betitelt (...) zwölf Lieder, die unterschiedlicher nicht sein können. Denn es sind Momentaufnahmen aus dem Alltag. Ihnen gemeinsam ist eine positive Ausstrahlungskraft (...) Die Songs sind Beispiele gelebten Glaubens" schreibt Jochem Hauck.

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!
+/- Kommentare
Suche
musikuss   |Manager |10-03-2010 16:55:50
Hallo Rebekka, Hanna und Noemi!

Eure Bilder gefallen mir dermaßen gut, dass
ich ein bisschen stolz bin, dass unsere Lieder euch zu solchen Kunstwerken
anregen. Ihr habt tolle Ideen und habt z.B. dem Freudentanzglanzlied mit den
feurigen Augen eine neue Zusatzbedeutung gegeben. Vielen
Dank!javascript:JOSC_emoticon(%22%22)

Georg
musikuss   |Manager |08-05-2011 23:50:49
Lieber Hermann,

mein Kommentar zu deinem Kommentar der Lieder zum 1.Mai ist: Da
brauch ich keinen Kommentar mehr - da ist alles gesagt.
Ich bin wie du mit
diesen Liedern aufgewachsen und habe sie als Kind und auch noch als Erwachsener
wirklich mit Inbrunst gesungen. Ja, ich konnte auch den holden Mai empfinden.
Irgendwie ist es jetzt damit vorbei. Ich kann das nicht mehr von Herzen tun.
Also tu ichs nicht mehr. Die Lieder sind aber nur eine Baustelle...

Georg

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Februar 2013 um 18:34 Uhr
 

komm und geh



sags mir in ...

English French German Italian Polish Spanish Turkish

themesclub.com cms Joomla template
Copyright © 2009 by taktwechsel | Berner Str. 31 | 97084 Wuerzburg | Fon 0931.68738  |  Kontakt mit webmaster@taktwechsel.de
counter